IP-Beratung, 360 Grad: erste Wahl für den europäischen Markt

Fünf Fragen an: Prof. Dr. Christian Czychowski, Partner, BOEHMERT & BOEHMERT, Berlin

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Tradition trifft Fortschritt: Die renommierte Sozietät BOEHMERT & BOEHMERT ist national und international nachhaltig erfolgreich. Die Partner wissen, dass das nur so bleibt, wenn interne Strukturen und auch das Beratungsportfolio behutsam, aber beständig weiterentwickelt werden. Thomas Wegerich sprach dazu mit Prof. Dr. Christian Czychowski.

IntellectualProperty: Welche Veränderungen haben Sie in den vergangenen Jahren als Partner bei BOEHMERT & BOEHMERT vorgenommen, welche Ergebnisse gibt es inzwischen?

Prof. Czychowski: BOEHMERT & BOEHMERT gibt es bekanntlich seit über 80 Jahren mit einem immer schon gelebten Fokus auf geistigem Eigentum. Veränderungen in unserem Beratungsspektrum betreffen daher vor ­allen Dingen die vorsichtige Weiterentwicklung unseres Schwerpunkts. Natürlich gilt es, im Bereich des Patentrechts neue und neueste Entwicklungen in den je­weiligen Technologiebereichen, so zum Beispiel in der Biotechnologie, aufzugreifen. Unsere Patentanwälte stehen insoweit unseren Mandanten immer mit ­State-of-the-Art-Expertise zur Seite, was an sich schon permanente Veränderung bedeutet.

Darüber hinaus haben wir unsere Expertise in den vergangenen Jahren insbesondere im IT-Recht erweitert, das schon seit Jahrzehnten durch unsere Patentanwälte im Bereich der computerimplementierten Erfindungen bearbeitet wird, nun aber auch das klassische IT-Recht mit Open-Source-Compliance umfasst und natürlich auch das Datenschutzrecht.

Daneben sind wir dabei, unsere Organisationsstrukturen unserer deutlich gewachsenen Größe – wir sind mittlerweile über 90 Berufsträger und über 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – anzupassen, ganz zu schweigen von der Umstellung unserer eigenen IT-Struktur und ­unserer Prozesse auf die Digitalisierung.

IntellectualProperty: Wie ist das zurückliegende Jahr für Ihre Anwaltspartnerschaft gelaufen?

Prof. Czychowski: Erneut konnten wir ein deutliches Wachstum verzeichnen, wobei wir aus guter Tradition keine Zahlen veröffentlichen; aber allein aus der Tat­sache, dass wir fast ein Dutzend Berufsträger neu eingestellt haben, mögen Sie ersehen, wie wir uns entwickeln. Dabei ist sicherlich der patentanwaltliche Bereich dynamischer als der rechtsanwaltliche Bereich, wobei es auch in diesem in einzelnen Feldern, sei es im Bereich der ­urheberrechtlichen Beratung im Technologieumfeld oder aber auch der urheberrechtlichen Beratung im ­Bereich der Störerhaftung, erhebliche Zuwächse gab.

IntellectualProperty: Der Wettbewerb im Rechtsmarkt nimmt ständig weiter zu. Welche Strategie verfolgen Sie hier, welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Prof. Czychowski: Es bleibt unser Ziel, strategischer Be­rater unserer Mandanten in allen Fragen rund um IP zu sein und unseren Mandanten für das gesamte Spektrum des geistigen Eigentums ausschließlich an ihrem Nutzen orientierte, kreative Beratungslösungen aus einer Hand ­(also durch Patent- und Rechtsanwälte gemeinsam) mit einem überlegten Kosten-Nutzen-Verhältnis anzubieten.

Wir wollen als eine der führenden Kanzleien für ­geistiges Eigentum durch unübertroffene Kompetenz national und international Maßstäbe setzen und wollen auf allen Gebieten der IP-Beratung erste Wahl für den europäischen Markt sein.

IntellectualProperty: Digitalisierung ist das wohl ­wichtigste Thema für alle im Rechtsmarkt. Wie hat Ihr Haus sich positioniert?

Prof. Czychowski: Wir leben Digitalisierung durch die ­Begleitung unserer Hochtechnologiemandanten seit Jahrzehnten, computerimplementierte Erfindungen zum Beispiel gehören seit Jahrzehnten zu unserem ­täglichen Geschäft, und so ist es nur natürlich, dass wir uns auch intern entsprechend organisieren.

Wir haben uns aber bewusst dagegen entschieden, schnellen Trends hinterherzulaufen, etwa eigene ­Tochterunternehmen für bestimmte IP-Services zu gründen. Wir glauben, dass die hochqualifizierte rechtliche Beratung auf allen Gebieten des geistigen Eigentums mit Hilfe von Digitalisierung nach wie vor im Zentrum steht und nicht die Digitalisierung als solche.

Zudem gibt es in der IP-Welt ohnehin schon seit Jahrzehnten Dienstleister, die für diese Bereiche, die derzeit von Legal Techs im Gesellschafts- oder Steuerrecht, um nur zwei Beispiele zu nennen, zunehmend erschlossen werden, bekannt sind.

IntellectualProperty: Lassen Sie uns einen Blick in die Glaskugel werfen. Darf ich Sie bitten, diesen Satz zu ­vervollständigen: In zwei Jahren wird BOEHMERT & BOEHMERT …

Prof. Czychowski: … eine Kanzlei sein, die mit über 100 Berufsträgern führender strategischer Berater unserer Mandanten in allen Fragen rund um geistiges Eigentum für den europäischen Markt ist.

IntellectualProperty: Vielen Dank für dieses Gespräch, Herr Prof. Czychowski. Wir werden die ­weitere Entwicklung von BOEHMERT & BOEHMERT im ­deutschen Rechtsmarkt weiter begleiten.